Nina und Frank

Nina Heinrichs

Die 45jährige Nina ist starrköpfig und temperamentvoll. Außerdem fühlt sie sich schnell für die Menschen in ihrer Umgebung verantwortlich. Und wenn sie einmal jemanden liebt, dann  tut sie das mit Haut und Haaren.

Sie hat sich von ihrem Mann, einem erfolgreichen Banker, getrennt, weil er sie mit seiner Sekretärin betrog.

Als Nina ihren Mann verlassen hat, ist sie aus der luxuriösen Hamburger Villa ausgezogen und hat in Berlin das vor sich hindümpelnde Beerdigungsunternehmen ihrer verstorbenen Großmutter übernommen.

Sie hat zwar Jura studiert und mit summa cum laude abgeschlossen,  hat aber nie als Rechtsanwältin gearbeitet, weil sie noch während des Examens Zwillinge bekam. In den folgenden Jahren zog sie die beiden kränklichen Jungen groß und ihr Mann machte Karriere. Nach ihrer Trennung steht sie nun  ziemlich mittellos und allein da. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen.

Ihre erwachsenen Söhne leben und studieren bei den Großeltern in Kalifornien. Ihr Vater ist Gastprofessor in Berkeley.

Wenn sie Zeit hat, liest sie leidenschaftlich gerne philosophische Bücher. Popper ist ihr Lieblingsphilosoph.

Wenn sie es sich leisten kann, trinkt sie Champagner und kauft schicke Outfits.

In Momenten, in denen sie sich einsam oder unglücklich fühlt, setzt sie sich in den Schaukelstuhl ihrer Großmutter. Oder sie futtert bergeweise Käsekuchen – und muss dann joggen gehen, um sich die Pfunde wieder abzutrainieren.

 

Frank Sourell

Frank ist Ende 40 und Single. Er ist oft bärbeißig und mürrisch und haut ab und zu mal so richtig auf den Tisch. Unter der rauen Schale verbirgt sich jedoch ein liebvoller, kluger Mann. Frank mag Jazz und die Rolling Stones.

Er liebt seinen Job als Kriminalkommissar und jagt die Verbrecher mit kompromissloser Härte. Er ist so gut darin, dass er sich in Köln, wo er über zehn Jahre in der Mordkommission tätig war, viele Feinde gemacht hat. Einige davon sind sehr einflussreich und so findet sich Frank unvermittelt in Berlin wieder, weggelobt auf den Posten des Leiters eines Kommissariats. Hier allerdings will ihn niemand haben und fortan schlägt sich Frank mit unfreundlichen Kollegen und einem linkischen Assistenten herum.

So gut er auch in seinem Job ist, so wenig versteht er von Frauen. Die haben ihn immer wieder verlassen und jetzt will er keine Beziehung mehr. Ein bisschen Sex ab und an reicht ihm. Und den bekommt er ohne Probleme, denn er sieht wirklich gut aus.

Doch da trifft er eines Tages Nina, die ihm zwar mit ihrem Dickkopf furchtbar auf die Nerven geht, ihn andererseits aber auch sehr anzieht. Und er beginnt, seine Entscheidung zu überdenken.